Cluster Mechatronik & Automation

OptiPro 4.0

 

Das grenzüberschreitende Projekt OptiPro4.0 hat es sich zur Aufgabe gemacht, die produzierenden Unternehmen der bayerisch-böhmischen Grenzregion dabei zu unterstützen, ihre Fertigungsprozesse zu optimieren und moderne Methoden einzuführen. Unternehmen mit Sitz in der ersten und zweiten Landkreisebene entlang der Grenze in Oberfranken, der Oberpfalz und Niederbayern können sich ebenso kostenfrei an diesem Projekt beteiligen, wie Unternehmen aus Nordböhmen (Karlovarský kraj), der Region Pilsen sowie aus Südböhmen.


Die Leitung des bis Mitte 2019 laufenden EU-Projekts liegt beim Cluster Mechatronik & Automation. Partner im Projekt sind die Westböhmische Universität in Pilsen, die Fakultät für Management der Wirtschaftsuniversität Prag mit Sitz im südböhmischen Jindrichuv Hradec, die Universität Bayreuth, die Technische Hochschule Deggendorf sowie der Technologiecampus Grafenau.


Mit zahlreichen niedrigschwelligen Veranstaltungen, wie z.B. dem Branchentreff oder dem Mittelstandskongress, will das Projekt möglichst viele Unternehmen beiderseits der Grenze erreichen und sensibilisieren. In einem weiteren Schritt sollen die veränderungswilligen Unternehmen dann fit gemacht werden für die Herausforderungen des „Digitalen Wandels“ und der „Industrie 4.0“. Die Kernziele dabei: Die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen stärken, vorhandene Arbeitsplätze absichern und nach Möglichkeit zusätzliche Arbeitsplätze schaffen.


Damit die Sprache bei diesem Projekt kein Hindernis darstellt, hat sich der Cluster mit einer Mitarbeiterin verstärkt, die neben technischen Kompetenzen auch die tschechische Sprache beherrscht: Frau Ing. Václava Radĕjová leitet das Projekt seit April 2017.

 


OptiPro4.0 – die Unternehmerschule der etwas anderen Art


Unter der Federführung erfahrener Praktiker steigen die Projektpartner tief in die Prozesse und Abläufe produzierender mittelständischer Unternehmen ein, um diese zu analysieren und im Rahmen von Pilotstudien einen gemeinsamen Fahrplan für die Weiterentwicklung der Unternehmen zu entwickeln. Die zentrale Aufgabe dabei: Das Überwinden von Entwicklungsbarrieren.


Im Sinne der Nachhaltigkeit konzentriert sich das Projekt auf „Hilfe zur Selbsthilfe“ auf hohem Niveau: Leitungsgremien, Fachabteilungen und Spezialisten in den Unternehmen werden entsprechend nachgeschult, „Hausaufgaben“ werden verteilt und deren Ergebnisse gemeinsam diskutiert. Die zugrunde liegenden Konzepte und Herangehensweisen wurden beispielsweise anlässlich des III. Bayerisch-Böhmischen Mittelstandskongresses am 21. Juni 2017 in Grafenau im Detail vorgestellt.
Beispielhaft sei ein produzierendes Unternehmen angeführt, dem es durch die Unterstützung der Spezialisten in wenigen Monaten gelungen ist, seine Produktionsrückstände komplett abzubauen, eine Liefertreue von fast 100% zu erreichen und dabei gleichzeitig den Materialbestand in der Fertigung um 30% zu reduzieren.


Bares Geld sparen in Einkaufsverbünden


„Der Gewinn“, heißt es in einem Sprichwort, „liegt im Einkauf“. Und weil alle wissen, dass der Einkaufspreis eine Funktion des Beschaffungsvolumens ist, ist nichts naheliegender, als die „Einkaufsmacht“ zahlreicher kleinerer Unternehmen in einem neutralen Verbund zu bündeln. Für den Bereich der EMS-Dienstleistungen ist dies bereits Wirklichkeit geworden: die beteiligten Unternehmen profitieren von Einsparungen in der Größenordnung von 10% beim Material. Weitere Einkaufsverbünde sollen im Rahmen des Projekts entwickelt werden.

Die Kür: Kapazitätsausgleichsnetzwerke


Basierend auf der Erfahrung, dass alle Unternehmen einer Branche vor sehr ähnlichen Herausforderungen stehen, entwickelte Clustermanager Tom Weber im Vorgängerprojekt ProdNET ein Konzept, damit sich Unternehmer einer Branche zunächst persönlich kennenlernen und dann – bei entsprechender Passung – die Perspektiven einer Zusammenarbeit ausloten können. Eine der ersten Branchen, in der dies gelang, waren EMS-Dienstleister, also hochspezialisierte Fertigungsunternehmen für Elektronik. Aus einem dieser Netzwerke heraus ist in der Zwischenzeit ein eigenes Unternehmen entstanden, das für den Ausgleich der Kapazitäten mehrerer Dienstleistungsunternehmen untereinander sorgt.
Im Rahmen des Projekts sollen weitere Kapazitätsausgleichsnetzwerke aufgebaut werden, beispielsweise in den Bereichen Schaltschrankbau sowie CNC-Zerspanung. Alle Veranstaltungen werden dabei vom Cluster organisiert und betreut und finden damit sozusagen auf „neutralem Terrain“ statt. Auf Wunsch begleiten die Cluster auch das Ausloten und das Gestalten von Kooperationen. Denn Kooperationen basieren auf Vertrauen. Das kann man bekanntlich nicht einfach herbeireden; eine neutrale Begleitung macht aber vieles deutlich einfacher.

 

Kontakt:

Christoph Unterburger

christoph.unterburger@cluster-ma.de

 

 


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