Cluster Mechatronik & Automation

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15.02.2012

Automation Valley PROFILE / Cluster-Treff - Smart Materials im Aufwind

Am 14. Februar fand am Fraunhofer- Institut für Silicat-Forschung ein Cluster zum Thema „Intelligente Materialien in der Automatisierungstechnik“ statt. Rund 60 Interessierte kamen nach Würzburg, um sich über den neusten Stand zu informieren: Denn eines ist sicher: Smart Materials weisen den Weg in die Zukunft.

 

Prof. Dr. Feldmann beim Rundgang durch die Ausstellung

 

Wenn viele neue Teilnehmer zu einem Event kommen, ist das  für die Veranstalter ein gutes Zeichen. Denn wie Clustersprecher Prof. Dr.-Ing. Klaus Feldmann und Dr. Ronald Künneth von der IHK Nürnberg c/o Automation Valley Nordbayern als langjähriger Kooperationspartner des Clusters in der Begrüßung betonten: „Unser Ziel ist es, F&E-Projekte im Bereich Automatisierungs- und Produktionstechnik  zu initiieren und umzusetzen und das vor allem für zukunftsfähige Märkte.“

 

Das Center Smart Materials (CeSMa) am Fraunhofer- Institut für Silicat-Forschung entwickelt intelligente Materialen und überträgt diese Technologien durch Transferprojekte in die Industrie. „Wir haben allein 2011 130 wissenschaftliche Kooperationsprojekte durchgeführt. Dabei liegt die Kernkompetenz auf der Erforschung nicht-metallischer Werkstoffe“, so Prof. Dr. Gerhard Sextl, Institutsleiter des Fraunhofer ISC bei seiner Eröffnungsrede.

 

 

Dieter Sporn, Leiter Zentrum für Smart Materials, Fraunhofer ISC Würzburg

 

Der Leiter von CeSMa, Dieter Sporn betonte in seinem Vortrag die große Praxisnähe: „Wir arbeiten an Technologien für konkrete Anwendungen, immer  entlang der Wertschöpfungskette von der Materialentwicklung bis hin zu Demonstratoren. Aktuelle Beispiele sind ERF Dämpfer, MRF Kupplungen, integrierte Piezoelektronik oder Haptiken.

 

Dr.-Ing. Volker Seifert von der Firma Bosch Rexroth ging in seinem Übersichtsvortrag aus Sicht der Industrie auf die  Anforderungen und Lösungsansätze beim Einsatz neuer Materialien ein:  Erwartet werden hohe Funktionalität und Leistungsfähigkeit, Dynamik, schnelle Austauschbarkeit, niedrige Wartungskosten. Dazu wird der Arbeits- und Umweltschutz wichtiger und eine  Erweiterung der Einsatzgrenzen, sprich Vielseitigkeit. Lösungsansätze hierfür hatte er auch parat: Mechatronische Komponenten und Systeme, Funktionsintegration, integrierte Antriebslösungen, Miniaturisierung sowie dezentrale Steuerungskonzepte.

 

 

Interessante Vorführungen von Smart Materials in der Anwendung

 

Eine zentrale Aussage von Dr. Seifert: „Jede Bauteilauslegung und Werkstoffauslegung ist ein Kompromiss hinsichtlich konkurrierender Anforderungen.“  Der Referent untermauerte seine Aussage eindrucksvoll am Beispiel eines Hydraulikzylinders: geringer Verschleiß und geringe Reibung versus geringe Leckagen.

 

Prof. Dr. Udo Müller von der Hochschule Würzburg-Schweinfurt schlug zusammen mit der Firma Geiling GmbH die Brücke zwischen Forschung und Anwendung und betonte die Bedeutung  von Technologienetzwerken als klaren Erfolgsfaktor. Im Anschluss stellten sie ihr  gemeinsames Projekt zur sicheren Verriegelung von Autotüren durch einen magnetorheologischen Zylinder vor. Das Ergebnis: Die Machbarkeit der Kraft-Weg-Steuerung ist hier eindeutig nachgewiesen.  Der Steuerstand ist sensorisch kontrolliert und geregelt. Der Einsatz von  Smart Materials bietet neue Möglichkeiten hinsichtlich Komfort, Produkt- und Arbeitssicherheit.

 

Dr. Holger Böse vom Fraunhofer Institut für Silicatforschung  bot ein fachliches Feuerwerk an Einsatzgebieten von Smart Materials. Diese reichten von neuartigen Kupplungen, Ventilen, Pumpen und Sensoren bis hin zu Möglichkeiten der Energiegewinnung.

 

 

Knapp 60 Teilnehmer im Plenum

 

Fazit: Die Teilnehmer waren begeistert: „Eine tolle Veranstaltung mit  vielen interessante Anknüpfungspunkten, die  Lust auf mehr macht“, so Dr. Joachim Hering von der Schäffler Group.

 

Am 6. Mai geht es am CeSMa mit der nächsten Veranstaltung weiter.


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