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News22.02.08
Cluster Treff / IHK Profile bei ABM Greiffenberger in MarktredwitzGut 25 Unternehmen aus Nordbayern fanden sich am 12. Februar zusammen, um sich im Stammwerk der ABM Greiffenberger GmbH über Entwicklungen in der elektrischen Antriebstechnik zu informieren.Dr. Jörg Franke, Vorsitzender der Geschäftsführung ABM-Greiffenberger Antriebstechnik GmbH stellte die Geschichte des Unternehmens, das Produktspektrum und die Anwendungen / Absatzmärkte vor. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 1927 als Adam Baumüller OHG. Es folgte eine Betriebsverlagerung nach Marktredwitz und die Übernahme durch Heinz Greiffenberger, die 1986 zur Greiffenberg AG und zum Börsengang der Unternehmensgruppe führte. Die eingegliederte ABM Greiffenberger Antriebstechnik GmbH ist anschließend stark gewachsen und erzielte 2007 einen Umsatz von 95 Mio. Euro mit rund 700 Beschäftigten. Heute ist das Unternehmen weltweit vertreten und hat gleichzeitig den Standort Markredwitz mit dem Neubau des Stammhauses gestärkt. Das Produktspektrum umfasst die komplette Antriebstechnik mit allen Komponenten wie Motor, Getriebe, Bremse, Steuerung, Frequenzumrichter und Drehzahlgeber. Die Antriebe werden im eigenen Haus in Marktredwitz entwickelt und gefertigt. Der Leistungsbereich der Anwendungen konzentriert sich auf Leistungen bis 30 kW. ABM-Antriebe werden im Maschinen- und Anlagenbau sowie in mobilen Anwendungen eingesetzt. Beispiele sind Hebetechnik (z.B. Kräne), Fördertechnik (z.B. Gabelstapler), Treppenlifte und Textilmaschinen. Die Produkte werden simultan und rechnerintegriert konstruiert, entwickelt und gefertigt. Dr. Franke stellte dies anhand verschiedener Beispiele dar: Hierzu zählen die 3D-Konstruktionen von Getriebe und Druckguss-Werkzeugen sowie die Simulation der CNC-Fertigung und des robotergestützten Druckguss-Prozesses.
Anwendungen der ABM-Antriebe am Beispiel Biomasseanlagen präsentierte Engelbert Stich. Hierzu gehören die Flachgetriebe-Motoren in einem Gehäuse aus Aluminiumdruckguss, das nicht nur Gewicht spart, sondern auch die Geräuschemissionen senkt. Ein Baukastensystem reduziert die Teilevielfalt, spart Kosten und schafft zugleich die Voraussetzung für die optimale Anpassung des Getriebes an die jeweiligen Bedingungen. Weitere Vorteile sind hohe Energieeffizienz und kompakte Bauform.
Zu Beginn der Veranstaltung stellte Phuc-An Tran von der IHK Oberfranken Bayreuth aktuelle Projekte sowie die Jahresplanung des Automation Valley Nordbayern vor. Dr. Ronald Künneth von der IHK Nürnberg für Mittelfranken informierte über aktuelle Projekte aus dem Cluster Mechatronik & Automation sowie über die Möglichkeit einer Partnerschaft mit dem Cluster. Eberhard Petri stellte als Projektleiter des Clusters Leistungselektronik die Energieeffizienzpotenziale der elektrischen Antriebstechnik vor.
Im Rahmen der Betriebsführung nutzten die Teilnehmer die alternativen Besichtigungen der Motorenfertigung im Stammwerk sowie der Getriebefertigung im nahe gelegenen Zweigwerk. Beim abschließenden Imbiss wurde bis in den späten Abend hinein diskutiert.
(C) Dr. Ronald Künneth, Rüdiger Busch |
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