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News27.03.08
Auf gute Zusammenarbeit - Roboter "CoRA" interagiert mit MenschenDer einarmige Roboter CoRA kann einem menschlichen Gegenüber nicht nur Dinge anreichen, er merkt auch, wenn der Mensch sie ihm abnehmen will, und lässt dann los. Oder er folgt einem zu greifenden Gegenstand, der ihm über die Arbeitsfläche weggezogen wird. Ganz schön flexibel für einen Roboter. Wie es gelungen ist, CoRA so "menschlich" zu machen, beschreiben ihre "Väter" Prof. Dr. Gregor Schöner und Dr. Ioannis Iossifidis vom Institut für Neuroinformatik der Ruhr-Universität Bochum in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Gehirn&Geist".Präzise, aber unflexibel Roboter übertreffen Menschen in Sachen Präzision um ein Vielfaches, aber sie sind normalerweise ziemlich unflexibel. Unbekannte Objekte können sich nicht erkennen und greifen, schon gar nicht, wenn das Objekt halb verdeckt ist. Für Menschen ist das kein Problem. Dem Ziel, Roboter etwas menschlicher zu machen, sind Prof. Schöner und Dr. Iossifidis nun näher gekommen, ihr Roboter heißt CoRA (für Cooperative Robot Assistant). CoRA besteht vor allem aus einem Arm, der als
Pistolenschützen als Vorbild Dass sie das kann, verdanken die Forscher ihrer Analyse von
CoRA bittet um Klärung Dank dieser Methode kann CoRA aus der eigenen Sensorik heraus Handlungen initiieren und aneinanderreihen, Objekte identifizieren und wiedererkennen, sie greifen, weglegen und übergeben. CoRA greift auch Gegenstände, auf die sein menschliches Gegenüber deutet und reicht sie ihm. CoRAs Arm ist mit einer berührungsempfindlichen Kunsthaut überzogen, so dass der Mensch eine begonnene Bewegung einfach korrigieren kann. Als neuesten Entwicklungsschritt kombinierten die Forscher die Kamerabilder der "Augen" mit Tastdaten aus Kraft- und Gelenkwinkelsensoren und einem Spracherkennungssystem. Der Roboter nimmt also zum Beispiel wahr, wenn der Benutzer einen Gegenstand ergreift, den CoRA gerade hält. CoRA kann dann den Greifer öffnen, um den Gegenstand loszulassen. Auch gesprochenene Anweisungen kann der Roboter inzwischen umsetzen - bei mehrdeutigen Situationen, in denen er nicht weiß, welchen Gegenstand sein Gegenüber haben möchte, bittet er via Sprachausgabe um Klärung.
Videos von CoRA finden Sie im Internet unter: http://www.neuroinformatik.rub.de/thbio/group/robotic/index_d.html#4
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft e.V. - idw -
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