Cluster Mechatronik & Automation

News

20.06.08

Innovative Werkstoffe für Produkte von morgen - Clusterworkshop am Fraunhofer ISC in Würzburg

 

Knapp 40 Unternehmen aus ganz Deutschland kamen zum Workshop „Steuerbare Materialien in mechatronischen Systemen“ an das Fraunhofer Institut für Silicatforschung nach Würzburg.

Intelligente Materialien standen im Focus des Cluster Workshops, den Prof. Dr.-Ing. Feldmann als Clustersprecher und Prof. Dr. Sextl als Leiter des Fraunhofer Institutes eröffneten. „Ziel des Clusters ist, durch diese Art von Fachveranstaltungen konkrete Forschungsverbundprojekte zu entwickeln“, so Prof. Feldmann vom FAPS in Erlangen. Sein Kollege Prof. Sextl wiederum betonte, dass „durch die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten intelligenter Materialen noch großes Potenzial v.a. in industriellen Anwendungen steckt.“

 

Mögliche Anwendungsfelder von magnetorheologischer und elektrotheologischer Flüssigkeiten waren dann Inhalt des Fachvortrages von Dr. Holger Böse, Leiter des Kompetenzfeldes Adaptive Materialien. „Dielektrische Elastomeraktoren, Formgedächtnislegierungen, magnethoreheologische Elastomere und piezoelektrische Materialien sind die innovativen Werkstoffe für die Produkte von morgen“, so Dr. Böse dessen Aussagen von Dr. Bernhard Brunner vom Fraunhofer ISC nochmals unterstichen wurden.

 

Im Rahmen der Führung durch das Fraunhofer Institut konnten die Teilnehmer zahlreiche Entwicklungen und Anwendungen zum Teil sogar praktisch testen. Anschauliche Beispiele aus z.B. haptischen Anwendungen oder Dämpfungssysteme zeigten praxisnah und für alle Teilnehmer er-"fühlbar" die Möglichkeiten dieser neuen Technologien auf.

 

Über die Herausforderungen der Schwingungsminderung im Maschinen– und Anlagenbau durch den Einsatz intelligenter Materialien referierte Dr. Herbert Friedmann. „Dabei müssen zur Lösung oftmals herkömmliche Denkansätze überwunden werden, da sich durch den Einsatz von zum Beispiel intelligenter Piezomaterialien völlig neue Lösungen entwickeln lassen“, so Friedmann in seinen Ausführungen. Praktische Beispiele aus dem Anlagenbau und aus Forschungsverbundprojekten untermauerten die Eigenschaften technischer Lösungen mit Hilfe von Piezomaterialien.

 

Ganz praxisnah zeigte Lucien Johnston von der Fludicon GmbH auf, welchen Komfortgewinn intelligente, auf Basis von magnethorheologischen Eigenschaften entwickelte Dämpfungssysteme z.B. für LKW oder PKW mit sich bringen.

 

Rüdiger Busch vom Cluster Mechatronik & Automation appellierte in seinem Schlusswort an die Teilnehmer „Nutzen Sie die Möglichkeiten des Fraunhofer ISC und kommen Sie wieder – als Kooperationspartner oder im Rahmen eines Clusterprojektes, wir unterstützen Sie gern!“


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