![]() |
![]() |
|
News26.08.08
Hochschulen bilden weniger Ingenieure aus - von Antonia Götsch (Hamburg)Der Ingenieurmangel droht sich weiter zu verschärfen. In den vergangenen Jahren ist der Anteil der Absolventen, die aus technischen Fächern kommen, von 20 auf nunmehr 16 Prozent abgesunken.
Das belegt eine Bildungsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln. Gleichzeitig wird die Zahl der offenen Stellen immer größer und ist seit 2006 von 48.400 auf 70.000 im Jahresdurchschnitt gestiegen. Das Saarland, Berlin und Rheinland-Pfalz bilden mit Absolventenquoten zwischen 12,4 und 13 Prozent besonders wenig Ingenieure aus. Positiv entwickelt haben sich gegen den Trend Sachsen und Thüringen, dort kamen 2006 23 und 21 Prozent aller Absolventen aus technischen Fächern.
Im sogenannten Bildungsmonitor berechnen die Ökonomen des IW einmal jährlich im Auftrag der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), inwiefern das Bildungssystem eines Bundeslands einen Beitrag zu mehr Wirtschaftswachstum leistet. Mehr als 100 Indikatoren aus allen Bildungsbereichen fließen ein.
Auf den ersten vier Plätzen liegen Sachsen, Baden-Württemberg, Thüringen und Bayern. Sie räumen Bildungsausgaben in ihren Haushalten höchste Priorität ein. Niedersachsen hat im Vergleich zum Vorjahr deutlich aufgeholt, ansonsten reißt die Bildungskluft zwischen den Bundesländern weiter auf. Zwar haben sich alle verbessert, aber die Schlusslichter tun zu wenig, um zu den Spitzenreitern aufzuschließen. Mecklenburg-Vorpommern auf dem 16. Rang hat sich in einigen Bereichen sogar verschlechtert. 11,4 Prozent aller Jugendlichen verließen dort die Schule 2006 ohne Abschlusszeugnis, im Vorjahr waren es 10,7 Prozent. Bei den Auszubildenden brechen fast 28 Prozent eines Jahrgangs ihre Lehre ab. Jeder fünfte Azubi fällt durch seine Abschlussprüfung. Fortschritte gab es in allen Länder bei der Internationalisierung, besonders an den Hochschulen, die die Zahl ihrer Kooperationen mit dem Ausland erhöht haben und mehr Gastwissenschaftler anlocken. Auch die Zeitspanne, in der Schule und Studium absolviert werden, hat sich bundesweit verringert, was die IW-Wissenschaftler positiv bewerten.
"Problematisch ist jedoch, dass der Ausbau der Ganztagsschulen stagniert", sagt Oliver Stettes, Autor der Studie. Bundesweit besuchen rund 12 von 100 Schülern eine Ganztagsgrundschule. Als bestes westdeutsches Flächenland kommt Nordrhein-Westfalen auf 14 Prozent, Sachsen und Thüringen hingegen auf 66 und 63 Prozent. "Von diesen Ländern kann man sich einiges abschauen", sagt Stettes. "Nicht nur, was die Ingenieursausbildung betrifft."
Quelle: Financial Times Deutschland, online Ausgabe vom 26.08.2008 |
+++ News +++
09.09.10
Fachkräfte- und Ingenieurmangel - Wie können mittelständische Unternehmen den Kampf um Fachkräfte gewinnen ?Beim OTTI-Fachforum am 20. Oktober 2010, Beginn 16.30 Uhr, in der Handwerkskammer...
07.09.10
EU-Programm "Forschung für KMU" - Infoveranstaltung am 20.9. in MünchenBis 8. Dezember 2010 haben Unternehmen und Wissenschaftler im laufenden Jahr noch die Möglichkeit,... |
|
| Impressum | Sitemap | Drucken | ||