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News27.03.09
Frau Staatssekretärin Katja Hessel übergibt Förderbescheid zum Cluster-Projekt „ParaObsol“ bei der iSyst GmbH in Nürnberg30. März 2009 - Bereits zum wiederholten Male ist Frau Staatssekretärin Katja Hessel zu Gast bei dem Nürnberger Unternehmen iSyst von Prof. Dr. Hans Rauch. Ein besonders erfreulicher Anlass ist der Grund des jetzigen Besuches: Die Übergabe der Förderbescheides zum Cluster-Projekt „ParaObsol“ und des Abschlussberichtes zum iSyst-Projekt „Testhaus“.9 Partner (incl. FAPS und LTE) sowie ein Fremdleister (SSE) aus Wirtschaft und Wissenschaft haben sich im Rahmen des von der Clusteroffensive geförderten Projektes zusammengeschlossen, um auf dem Gebiet von abgekündigten Bauteilen der Elektroindustrie (Obsoleszenz) zu forschen.
Frau Staatssekretärin Katja Hessel zu Besuch bei der von Prof. Dr. Hans Rauch gegründeten Firma iSyst GmbH in Nürnberg
Ein wichtiger Aspekt des über den vdi/vde IT beantragten Projektes ist dabei der Austausch und Ersatz von abgekündigten Bauteilen der Elektroindustrie (Obsoleszenz). Da heutzutage die Laufzeiten der Mechanik von Produktionsmaschinen teilweise ein Vielfaches der Elektronik betragen, wird es immer wichtiger defekte Elektronikkomponenten durch neue zu ersetzen. Dabei ergibt sich das Problem, dass einige Teile nicht mehr auf dem Markt erhältlich sind und aktuelle Bauteile mit identischer Funktionalität nicht zur Verfügung stehen. Deshalb müssen die Eigenschaften der alten Bauteile mittels neuer Systeme simuliert und emuliert werden. Eine besondere Herausforderung im Bereich des Tests und der Zertifizierung liegt dabei auf der Wahl der richtigen Schnittstelle um den zu erneuernden Block. Selbst in fortschrittlichen Entwicklungen wird dieses voraussehbare Problem der Einhaltung von Lieferverpflichtungen und der Reparatur heute bei der Entwicklung noch viel zu selten berücksichtigt.
v.l.n.r.: Prof. Dr.-Ing. Hans Rauch, Dipl.-Ing. Armin Farrenkopf, Geschäftsführer CoSyst GmbH; Frau Staatssekretärin Katja Hessel; Dipl.-Ing. Daniel Heinrich, Geschäftsführer iSyst GmbH
Werden die Ziele des Projektes erreicht, sind Kostenersparnisse in der Größenordnung von 90% gegenüber dem Komplettaustausch möglich. Dieses Potential möchten die im Verbund aktiven Unternehmen Siemens AG Health Care, Alcatel-Lucent AG, Ruf Automobile GmbH, iSyst und Baumüller GmbH mit den Forschungseinrichtungen der Hochschule Nürnberg (Institut ELSYS) der Universität Erlangen (Lehrstühle FAPS und LTE) sowie dem Fraunhofer IISB in Erlangen und der TU Chemnitz lösen und für sich nutzen. Das Fördervorhaben wird vom Freistaat Bayern über zwei Jahre mit ca. 1,2 Mio. Euro unterstützt.
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