Cluster Mechatronik & Automation

News

15.03.10

Cluster-Workshop am 23. März 2010 bei der Bauer Unternehmensgruppe in Weilheim/Obb. - „Betriebliche Mechatronikkompetenz steigern – Wettbewerbsfähigkeit stärken!“

 

(hs) Gerade bei der Herstellung besonders mechatronischer, d.h. mehrere Disziplinen integrierender Produkte hängt der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens sehr stark von einer effizienten Zusammenarbeit der verschiedenen Abteilungen ab. Welche Möglichkeiten es gibt, diese zu verbessern, konnten die Teilnehmer eines Cluster-Workshops an einigen Praxisbeispielen erfahren und mit Spezialisten in einem interaktiven Teil diskutieren.

 

Den Einstieg in diesen Themenkomplex übernahm Dr. Markus Strobel, selbst Wirtschaftspsychologe und Geschäftsführer der Firma imu augsburg GmbH, mit einem Ausflug in die menschliche Psyche. Er legte den Teilnehmern anschaulich dar, dass bei der menschlichen Wahrnehmung das Verhältnis von äußerem Reiz und individueller Interpretation nachgewiesenermaßen bei 5% zu 95% sei. Dies bedeute, dass unabhängig vom faktischen Geschehen das entstehende Bild und die daraus resultierende Reaktion z.B. durch das aktuelle Befinden, bisherige Erfahrungen und ähnliche „Filter“ extrem beeinflusst werden.

 


Unterstützt wird dies in der Regel durch die oft sehr klassische Struktur eines Unternehmens. Die Abteilungen oder Disziplinen arbeiten nebeneinander her bzw. stehen sogar in einer gewissen Konkurrenz zueinander. Damit schlug Dr. Strobel den Bogen zurück zur eigentlichen Fragestellung des Workshops: „Wie gut ist Ihr Unternehmen aufgestellt und wie schnell können Sie mechatronische Produkte und Dienstleistungen entwickeln, herstellen und vermarkten?“

 
Auf diese Weise motiviert verfolgten die Teilnehmer gespannt die Ausführungen von Dr. Rudolf Nägele, Hauptabteilungsleiter bei manroland und Herrn Klaus Bauer, Geschäftsführer der Bauer Unternehmensgruppe. Beide stellten aus der Perspektive eines Systemintegrators bzw. Komponentenherstellers dar, welche Veränderungen der Aufbau betrieblicher Mechatronikkompetenz hinsichtlich Organisation und Kultur ihrer Unternehmen zur Folge hatte bzw. wie die Mitarbeiter in den Abbau der Barrieren zwischen den Abteilungen einbezogen wurden.


Im Rahmen der intensiven Diskussion wurde auch der Wunsch geäußert, dieses Thema in einer weiterführenden Veranstaltung zu vertiefen, wozu eine Themengruppe vorgesehen ist. Eine nahende Gelegenheit ist das Cluster-Forum am 18. Mai, wenn die Reis Maschinenfabrik im unterfränkischen Obernburg ihren Weg vom klassischen Maschinenbau- hin zum mechatronischen Unternehmen beschreiben wird.
 


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