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28.07.10

Exportaktivitäten bayerischer Technologieunternehmen weiter stärken - Das 9. Asien-Pazifik-Forum Bayern mit Partnerland Südkorea als Besuchermagnet

 

Über 300 Unternehmer kamen am 22. Juli ins Messezentrum Nürnberg zum 9. Asien-Pazifik-Forum Bayern. Die Veranstaltung war auch dieses Jahr wieder hochkarätig besetzt, inklusive zwei amtierende Wirtschaftsminister aus Südkorea und Bayern, Kyungsik Kim und Martin Zeil.

Kyungsik Kim, Deputy Minister for Trade and Investment Ministry of Knowledge Economy in Seoul, führte die 50-köpfige, südkoreanischen Delegation an und stellte damit die enge wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern eindrucksvoll unter Beweis.


In seiner Eröffnungsrede betonte Dirk von Vopelius, Präsident der IHK Nürnberg für Mittelfranken, die Bedeutung des Exports für die bayerischen Unternehmen: „Ohne Export wäre unsere Wirtschaft nur zur Hälfte ausgelastet.“

 
Diese Exportaktivitäten weiter zu verstärken war die zentrale Botschaft des Bayerischen Wirtschaftsministers Martin Zeil. Dabei spielt die Cluster-Initiative eine herausragende Rolle. „Durch die Internationalisierungsstrategie der Cluster bieten sich für die bayerische Wirtschaft interessante Möglichkeiten“, erklärte Martin Zeil. Er schlug vor, in den Auslandshandelskammern Innovationsmanager fest zu etablieren, die als Bindeglied fungieren und international agieren sollen. „Die Region Asien-Pazifik boomt und bietet hervorragende Absatzmöglichkeiten. Diese Chancen sollten alle unsere bayerischen Unternehmen verstärkt nutzen“, so Martin Zeil weiter.

 
Die nachfolgende Eröffnungszeremonie brachte asiatisches Flair nach Bayern. Im Anschluss folgten Praxis-Berichte aus unterschiedlichen Brachen von der Kfz-Industrie, über Mechatronik bis Energie und Umwelt.

 
In Kontaktforen konnten sich die teilnehmenden Unternehmen, unter anderem in Einzelgesprächen mit Außenhandelskammer-Geschäftsführern, über aktuelle Vertriebsmöglichkeiten in Asien erkundigen. In organisierten B2B-Gesprächen mit bayerischen Unternehmensvertretern vertieften die südkoreanischen Unternehmen die bereits engen wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder und diskutierten über neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Andere Teilnehmer besuchten den Korea-Workshop mit vielen Vorträgen rund um Investitionen und Geschäftsmöglichkeiten in Südkorea.


Die asiatischen Märkte benötigen vor allem Maschinen-, Energie- und Umwelttechnik. Das Knowhow und die Kompetenz gerade auch von kleineren sowie mittelständischen Firmen aus Bayern in diesen Bereichen sind auf den Märkten Asien-Pazifiks gefragt. „Das kommende Freihandelsabkommen der EU mit Südkorea bietet für unsere mittelständische Wirtschaft erhebliche Chancen. Das Bayerische Wirtschaftsministerium unterstützt Unternehmen auch weiterhin bei der Anbahnung von Geschäftskontakten und der Erschließung ausländischer Märkte. Wichtige Instrumente sind etwa Delegationsreisen, das Förderprojekt „Go International“ oder das bayerische Messebeteiligungsprogramm.“, so Wirtschaftsminister Martin Zeil weiter.

 
In seinem Vortag ‚Angekommen in Asien – In Asien angekommen?‘ erläuterte Dr. Wolfgang Brendel, Geschäftsführer der infoteam AG mit Sitz in Bubenreuth seine praktischen Erfahrungen im Asiengeschäft. Dass die Bürokratie nicht zwangsweise langsamer und schwieriger ist als in Deutschland zeigt die Tatsache, dass es der infoteam AG schneller gelang, in China ein Tochterunternehmen zu gründen als in Deutschland den Übergang von der GmbH zur AG juristisch abzuschließen.

 
Auch die Firma Kuka Roboter GmbH agiert sehr erfolgreich in Asien. Südkorea bietet hierfür ideale Bedingungen. „Die Republik Korea wird in den nächsten Jahren Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe im sogenannten ‚Green Growth-Sektor‘ fördern. Dazu gehören IT, Robotik und die Nanotechnologie“, erklärt Wirtschaftsminister Kim. „Bayerische Investitionen sind herzlich willkommen“, so Kim weiter. Die Teilnehmer in Nürnberg werden diese Worte gerne gehört haben.


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