Cluster Mechatronik & Automation

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13.07.10

AVN-Kooperationsforum bei Kaeser Kompressoren GmbH - Automation für energieeffiziente Produktion

 

Im Kongresshaus Rosengarten in Coburg fand am 6. Juli eine hochkarätige Veranstaltung zum Thema „Automation für energieeffiziente Produktion“ mit rund 120 Teilnehmern statt. Veranstalter waren das Automation Valley Nord-Bayern, der Cluster Mechatronik & Automation, der Cluster Leistungselektronik, sowie die Kaeser Kompressoren GmbH.

 

 

 

 

Die Teilnehmer während der Betriebsführung durch die Kaeser Kompressoren GmbH in Coburg hier im Werksmuseum.

 

„Die bekannten Vorteile der Automation sind die Reduzierung der Fehlerquote, die Senkung der Ausschussquote oder die Minimierung von Nacharbeit. Die Energieeffizienz bei Lasco Umformtechnik liegt bei der Reduzierung von Masse, da beschleunigte Massen viel Energie verbrauchen“, erklärt Friedrich Herdan, Präsident der IHK zu Coburg und Geschäftsführer von Lasco in seiner Begrüßung.

 
Thomas Käser, Geschäftsführer der Kaeser Kompressoren GmbH, betonte die Bedeutung von reduzierten Ressourceneinsatz und energetischen Aufwand für die Gesamtkostenstruktur im Unternehmen. “Es ist wichtig, einen ganzheitlichen Ansatz zu wählen, denn die energetische Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied.“

 
Erwin Ruppelt von Kaeser Kompressoren stellte das weltweit tätige Coburger Unternehmen mit eigenem Forschungs- und Entwicklungszentrum sowie dem neuen Distributionszentrum vor. 2007 erhielt das Unternehmen eine Auszeichnung für den besten Lehrling in der Mechatronik Deutschlands. Zur Weiterbildung unterhält Kaeser Kompressoren ein eigenes Schulungszentrum und arbeitet eng mit den Hochschulen in Coburg und Amberg zusammen.

 
Die anschließende Werksführung konzentrierte sich besonders auf die vollautomatisierten Fertigungszentren und die effiziente Intralogistik. „Wir wollen unsere Produkte optimal eingesetzt wissen, daher beschäftigen wir uns auch mit der Planung und dem Bau von Anlagen“, erklärt Erwin Ruppelt. „Wir räumen mit dem Vorurteil auf ‚Druckluft ist teuer‘. Das ist sie nur, wenn man nicht weiß, wie man damit umgehen soll.“ Von den Gesamtlebenszykluskosten liegen die Investitionskosten für eine Druckluftanlage bei rund 13 %, die Energiekosten bei 63 %. „Die Qualität der Luft ist abhängig vom Grad der Luftfeuchte und anderen Verunreinigungen. Zum Teil arbeiten unsere Kompressoren in Bereichen, in denen die Luft 100.000 mal sauberer ist als die atmosphärische Luft.“ so Erwin Ruppelt.


Das Unternehmen geht für das Jahr 2015 von einem Bedarf von 127 Mrd. KWh aus bei einem jährlichen Einsparpotential von 2,5 Mrd. Euro pro Jahr. Besonders wichtig beim Energiesparen sei es, zuerst den eigenen Betrieb anzuschauen, denn alle Unternehmen sind unterschiedlich aufgebaut und Aspekte wie die Auslastung oder Schichtbetrieb müssen berücksichtigt werden. Richtig Sinn macht Druckluft vor allem dann, wenn deren Erzeugung mit einem Heizungssystem gekoppelt wird. Mit der Abwärme lassen sich dann mehrere Haushalte heizen oder mit Warmwasser versorgen.

 

Im Anschluss folgten weitere Fachvorträge rund um Energieeffizienz und Energiesparen in der Produktion und der Herstellung von Maschinen. Ein großes Zukunftsthema ist dabei die elektrische Antriebstechnik. Die lebhafte Diskussion im Anschluss zeigte die branchenübergreifende Relevanz des Themas auf.


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