Cluster Mechatronik & Automation

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02.07.10

Wandel Richtung Elektromobilität - Das Auto neu denken

 

Autos "Made in Germany" sind seit über 100 Jahren weltweit geschätzt und gefragt. Die Branche beschäftigt Millionen Menschen. Der Stellenwert des Automobils für die deutsche Wirtschaft und den Technologiestandort Deutschland ist nicht hoch genug zu bewerten. Aber die Verbrennungsmotoren der heutigen Autos emittieren klimaschädliche Gase und verbrauchen nur begrenzt verfügbare, fossile Treibstoffe. Mit der Elektromobilität zeichnet sich jetzt eine technologische Zeitenwende ab.

Die schrittweise Elektrifizierung der Straßenfahrzeuge - von Hybridkonzepten bis zum komplett elektrisch betriebenen Auto - eröffnet die Option auf eine zukunftsfähige Mobilität. Sie bietet die Chance, die Abhängigkeit vom Erdöl zu reduzieren und die Emissionen des Straßenverkehrs zu minimieren.


Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität

 
Deutschland soll zum Leitmarkt Elektromobilität werden. Es gilt, die Führungsrolle, die Deutschland in Forschung und Wissenschaft ebenso wie in der Automobil- und Zulieferindustrie derzeit einnimmt, auch in einer "elektromobilen Zukunft" zu behaupten. Ziel des Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität ist es, die Forschung und Entwicklung, die Marktvorbereitung und die Markteinführung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen in Deutschland voranzubringen. Bis spätestens zum Jahr 2020 sollen eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen fahren. Die im Konjunkturpaket II der Bundesregierung aufgegriffenen Maßnahmen gaben dafür den Startschuss.

 
Schlüsseltechnologien für die Elektromobilität

 
Zur Umsetzung des Nationalen Entwicklungsplans müssen möglichst zügig Schlüsseltechnologien für energieeffiziente, ressourcenschonende, sichere, bezahlbare und leistungsfähige Elektrofahrzeuge entwickelt und diese Fahrzeuge in signifikanten Stückzahlen auf den Markt gebracht werden. Das BMBF unterstützt dies im Rahmen der Förderbekanntmachung "Schlüsseltechnologien für die Elektromobilität (STROM)". Im Mittelpunkt steht dabei die Forschung und Entwicklung neuartiger, innovativer Elektrofahrzeuge unter Berücksichtigung aller hierfür erforderlichen Subsysteme: Gefördert werden Arbeiten in den Bereichen Gesamtfahrzeugsysteme, Batterieentwicklung und -integration, Energiemanagement sowie die entsprechende Werkstoff- und Materialforschung.

 
Voraussetzung für den Erfolg der Elektromobilität ist ein systematisches und ganzheitliches Vorgehen in Forschung und Entwicklung. Das BMBF fördert daher im Rahmen des Konjunkturpakets II das Vorhaben Fraunhofer Systemforschung Elektromobilität. Die Fraunhofer-Gesellschaft wird dadurch befähigt, ein Forschungsnetzwerk mit umfassender Systemkompetenz aufzubauen und alle grundlegenden Aspekte der Elektromobilität parallel zu erforschen. Das so entstehende Know-how wird schnellstmöglich der deutschen Automobilindustrie zur Verfügung gestellt.

 
Elektromobilität hat jetzt eine Adresse


Mit dem vom BMBF geförderten Forum Elektromobilität in Berlin ist im Jahr 2009 eine Informations- und Kommunikations-Drehscheibe entstanden, die Akteure aus Politik, Industrie, Wissenschaft und Gesellschaft zusammenbringt. Das Forum wird künftig die wichtige Aufgabe übernehmen, die Bevölkerung in Ausstellungen und Veranstaltungen über das Thema Elektromobilität zu informieren.

 
Bei der Entwicklung des Leitmarktes Elektromobilität in Deutschland spielen Forschung und Ausbildung auf dem Gebiet der Elektrochemie eine entscheidende Rolle, zum Beispiel für die Entwicklung leistungsfähiger Batteriesysteme. Unter Federführung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und des Forschungszentrums Jülich (FZJ) werden zwei Forschungsverbünde im Bereich der Elektrochemie mit Partnern an führenden Universitäten und Forschungsinstituten aufgebaut. Mit Hilfe dieser Maßnahmen soll die Qualität in Forschung und Lehre optimiert, die verfügbaren Kapazitäten ausgeweitet und wissenschaftlicher Nachwuchs gewonnen werden.

 
Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses

 

Um den technischen Nachwuchs an den Universitäten und Fachhochschulen für eine Karriere im Bereich Elektromobilität zu motivieren, hat das BMBF gemeinsam mit der Fraunhofer-Gesellschaft das DRIVE-E-Programm gestartet. Dies ist das erste Programm zur Nachwuchsförderung im Zukunftsfeld der Elektromobilität. Das Programm ist zunächst auf drei Jahre angelegt und richtet sich an Studierende der Fachrichtungen Elektrotechnik, Maschinenbau, Mechatronik und verwandter Themengebiete. Einmal jährlich wird der DRIVE-E-Studienpreis für innovative studentische Arbeiten ausgeschrieben und die DRIVE-E-Akademie, eine Ferienschule für Studierende, durchgeführt. Hier werden die neuesten Entwicklungen und Forschungsergebnisse von Experten vorgestellt.


Schrittmacher des Fortschritts: die Batterie

 
Ein Leitmarkt Elektromobilität kann in Deutschland nur entstehen, wenn leistungsfähige Batteriesysteme im eigenen Land produziert werden können. Das BMBF wird daher die Wirtschaft bei der Entwicklung industrieller Produktionstechnologien von Lithium-Ionen-Batteriesystemen unterstützen. In der vom BMBF geförderten Innovationsallianz "Lithium-Ionen-Batterie LIB 2015" sollen Speicherkapazität, Ladegeschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Sicherheit von Batteriesystemen entscheidend verbessert werden.


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