Cluster Mechatronik & Automation

News

30.06.2020

Digitalisierung im Vertrieb: On Demand Manufacturing

Clustermitglied BAM präsentiert Online-Konfigurator für Lasercutting

Geschäftsführer Marco Bauer ist zufrieden mit dem ersten Jahr der On Demand Manufacturing Plattform mipart.com. Bildquelle: BAM GmbH

Ein Jahr nach dem Start von mipart.com präsentiert Clustermitglied BAM eine starke Bilanz der Plattform: 37.000 Anfragen aus zwölf verschiedenen Ländern wurden durch die selbst entwickelte künstliche Intelligenz vollautomatisch verarbeitet. Und ab sofort können Kunden auch lasergeschnittene Blechteile online bestellen.

„Damit haben wir jetzt alle gängigen Verfahren im Online-Konfigurator live“, freut sich Geschäftsführer Marco Bauer. Und weiter: „Unsere Kunden haben kein Risiko, dass Lieferketten abreißen, da wir alle Materialien auf Lager haben und die Bauteile selbst fertigen.“

Lasergeschnittene Bauteile in Industriequalität
Mit dem Upload eines CAD-Modells können die mipart-Kunden jetzt neben zerspanend und additiv gefertigten Teilen auch ihre lasergeschnittenen Blechteile konfigurieren und schnell und komfortabel in Auftrag geben. Mit Aluminium, Stahl und Edelstahl stehen drei Materialien zur Auswahl. Die möglichen Bauteilgrößen liegen zwischen 20 x 20 mm und 1.200 x 600 mm.

In der Endverarbeitung der Bauteile können die Kunden ein Oberflächenfinish mit Korn 240 sowie ein Eloxal in schwarz oder natur wählen. Oxidfreie und entgratete Schnittkanten seien bei mipart grundsätzlich Teil des eigenen Anspruchs, ausschließlich Industriequalität zu liefern, und somit im Preis inklusive.

Anspruchsvolle Entwicklungsarbeit

Für das Lasercutting-Upgrade waren drei Monate Softwareentwicklung von zehn Back- und Front-End-Entwicklern notwendig, berichtet Bauer. Fünf Data Scientists haben sich bis ins letzte Detail der Analyse von DXF-Dateien gewidmet, um die künstliche Intelligenz hinter mipart für Lasercutting-Bauteile zu trainieren. „Wir haben eine Vielzahl an möglichen Bauteilen betrachtet, um neben dem Bauteilpreis beispielsweise auch zu berechnen, wie viele Bauteile in einen Versandkarton passen, da Lasercutting-Teile oftmals größere Abmessungen haben als beispielsweise zerspanend gefertigte Bauteile“, so der Geschäftsführer. Das DXF-Dateiformat barg große Herausforderungen für die Entwickler und KI-Experten. Bauer: „Es gibt nur wenige DXF-Daten, mit denen eine automatisierte Kalkulation möglich ist. Zum Beispiel ist die Unterscheidung von Schnittkanten und Biegekanten sowie das Berechnen von Schriftfeldern oder nicht geschlossenen Linien automatisiert schlichtweg nicht möglich.“

Kalkulation von Biegeteilen der nächste Schritt

Wie der BAM-Geschäftsführer betont, sei die Entwicklung der KI von mipart.com noch nicht abgeschlossen. Bohrungen und Passungen aus CAD-Dateien erkennt und berechnet der Online-Konfigurator bereits automatisiert, zukünftig soll dies auch für Schleifflächen gelten. Damit könnten dann auch Biegeteile im Online-Konfigurator automatisiert kalkuliert werden.

Positive Bilanz nach dem ersten mipart-Jahr
Mit dem Launch von Lasercutting erwartet mipart eine Ausweitung der Zielgruppen sowie eine weitere Steigerung des Umsatzes. Die Erfahrungen aus 37.000 Anfragen im ersten Jahr seien wertvoll und motivierend gewesen. „Die bisherige Resonanz stimmt uns sehr positiv“, sagt Bauer, der von „3.000 zufriedenen mipart-Kunden aus B2B und B2C im ersten Jahr“ berichten kann, „die unseren revolutionär einfachen Beschaffungsprozess genutzt haben.“

Jede zehnte Anfrage über den Online-Konfigurator mündete in einer Bestellung. „Ein guter Wert“, so Bauer. Zumal gerade in den Anfangsmonaten viele Interessenten den Kalkulator ohne Kaufabsicht „einfach mal testen wollten.“ Für die BAM GmbH, das Fertigungsunternehmen, aus dem mipart.com entstammt, bedeuteten die online generierten Aufträge mehr als 51 Tage Auslastung der eigenen Maschinen zusätzlich zum klassischen Offline-Geschäft. Zudem konnten durch die automatisierte Kalkulation der Bauteile viele Arbeitsstunden eingespart werden. „Wenn man pro Bauteil etwa eine Stunde Arbeitszeit für die manuelle Berechnung ansetzt, haben wir rund 130.000 Euro an Personalkosten gespart“, rechnet Bauer vor. „Wir sind das beste Beispiel dafür, dass sich intelligente Automatisierung in der Fertigung auszahlt.“


Kontakt
Thomas Gajewski
thomas.gajewski@bam.group
Tel.: +49 961 6000 1504
Fax: +49 961 6000 7900


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