Cluster Mechatronik & Automation

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29.10.2007

Anlagenbau - Schneller statt billiger

„Der Schnellere gewinnt“ – diese Erkenntnis lag dem Programm der Sitzung des Arbeitskreises Technologieförderung Mitte Oktober, im Hause der Grenzebach Maschinenbau GmbH im nordschwäbischen Hamlar, zu Grunde. Zentrale Themen waren die Qualifikation von Fachkräften und die Inbetriebnahme von Maschinen und Anlagen mittels Computer-Simulation.

(erste Reihe von links) Johann Dandl, IHK Schwaben, Ausbildung (Helles Sakko), Dr. Markus Glück, Technologie Centrum Westbayern, Gastgeber Bernd Minning, Grenzebach Maschinenbau GmbH und der Vorsitzende des Arbeitskreises Erich Schmidt, Kathrein Mobilcom Nördlingen. Ganz links: Franz Gleißner, der durch das Unternehmen führte. Ganz rechts: Peter Marcinkowski, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates des Projekts "Hochschule Dual" in Bayern und Personalleiter bei Grenzebach.


Fachkräfte werden, nicht nur in der schwäbischen Industrie, dringend gesucht. Unternehmen, Hochschulen und Kammern arbeiten an Modellen, mit denen Qualifizierung effizienter gestaltet werden kann. Angehenden Ingenieuren – Damen und Herren gleichermaßen - bietet zum Beispiel das Duale Verbundstudium Mechatronik die Gelegenheit in 4 ½ Jahren das zu schaffen, wozu andere 7 Jahre oder mehr benötigen: Facharbeiterausbildung und Ingenieursstudium. In den ersten 13 Monaten wird dazu die gewerblich-technische Ausbildung durchlaufen. Danach verzahnt sich Ausbildung und Studium sehr stark. Der Student pendelt gewissermaßen, bis zur IHK-Zwischenprüfung im 5.Semester, zwischen Hörsaal und Werkstatt. Die letzten vier Semester bereiten dann direkt auf den Bachelor-Abschluß vor. Wer vom Bachelor zum Master weiterstudieren will hängt noch drei Semester dran. Während des Verbundstudiums erhält der Jugendliche eine Ausbildungsvergütung. Peter Marcinkowski ist Personalleiter der Grenzebach-Gruppe und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates des Projekts "Hochschule Dual" in Bayern. Er stellte den versammelten Führungskräften den aktuellen Stand des Augsburger Modells aus erster Hand vor.

Die enge Verzahnung von Ausbildungsbetrieb und Hochschule verleiht auch dem Transfer von Wissen und neuen Technologien neue Impulse. Durch die enge, immer wiederkehrende Zusammenarbeit des Studenten mit dem Unternehmen kann eine tragfähige Vertrauensbasis aufgebaut werden und der zukünftige Mitarbeiter mit zukunftsweisenden Aufgaben betraut werden, die er dann im Rahmen seines Studiums mit Unterstützung der Hochschule lösen kann. Ein Beispiel dafür gibt die Einführung der „Virtuellen Inbetriebnahme“ durch einen ehemaligen Diplomanden der Fachhochschule Augsburg, der nach Abschluss seiner Diplomarbeit im Hause Grenzebach nun eine feste Anstellung gefunden hat.


Der Arbeitskreis Technologieförderung der beiden Industrie- und Handelsgremien Dillingen und Donau-Ries bei der Führung durch die Grenzebach Maschinenbau GmbH im nordschwäbischen Hamlar. Franz Gleißner (2.v.r.), zeigt wo es lang geht.


Hinter der „Virtuellen Inbetriebnahme“ verbirgt sich die Computer-Simulation einer Anlage die der Realität sehr nahe kommt. So nahe, dass das Modell im Computer genauso reagiert, wie die Anlage in Wirklichkeit reagieren würde. Dadurch können Regler und Steuerungen ohne großen Aufwand und ohne Gefahr getestet werden. Für sehr große Anlagen, wie sie die Grenzebach Maschinenbau GmbH z.B. für Glashersteller fertigt, stellt die „Virtuellen Inbetriebnahme“ einen großen zeitlichen und finanziellen Vorteil dar. Sie bietet die Möglichkeit die komplette Anlage, auf engstem Raum vollständig nachzubilden, auszutesten und dadurch weiterzuentwickeln. Aufwändige Versuchsaufbauten zur Erprobung der Anlage vor der Auslieferung an den Kunden werden so vermieden, und dennoch können alle Einstellungen der Anlagensteuerung auf ihre Funktion hin getestet werden. Auf dass auch hier der Schnellere gewinnen möge.


Info: http://www.grenzebach.com  oder Cluster Mechatronik & Automation
 Georg Muschik, Dipl.-Ing. (FH), Tel. 0821/ 56 9797-12 oder georg.muschik@cluster-ma.de

 


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