Cluster Mechatronik & Automation

News

13.08.2014

Die Energieeffizienz ist in der Praxis angekommen

Das Clusterforum am 29. Juli im Gerätewerk Amberg der Siemens AG

Die Energiekosten einer Fabrik sind heute mitentscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit eines Standorts. Der Verschwendung vermeidende, effiziente Umgang mit Energie ist vor dem Hintergrund langfristig steigender Bezugskosten und sich stetig verändernder rechtlicher Rahmenbedingungen sowie strenger werdender Klimaschutzziele zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor geworden – nicht nur in der Großindustrie, sondern vor allem auch im Mittelstand.

 

Die zahlreichen Teilnehmer des Clusterforums beim Networking


Das Siemens-Werk in Amberg gilt seit Jahren als Modellfabrik gelebter und von den Mitarbeitern mitgetragener Energieeffizienz, wie die vielen Preise und Auszeichnungen im Foyer des Konferenzzentrums eindrucksvoll belegen.


„Heute geht es um die Fähigkeit eines Produktionssystems, sich schnell, flexibel und ohne großen finanziellen Aufwand an kurzfristige Änderungen des Energiemarktes anzupassen. Aus der Energieeffizienten Fabrik wird die Energieflexible Fabrik, die sich mittels der Technologien von Industrie 4.0, Energiespeicher und intelligenter Steuerungen an das schwankende Energieangebot anpasst“, so Prof. Dr.-Ing. Gunter Reinhart, Clustervorstand und Leiter der Fraunhofer Projektgruppe Ressourceneffiziente mechatronische Verarbeitungsmaschinen in Augsburg.


Dass allein in der anforderungsgerechten Automation ein Einsparpotenzial von 10 bis 30 Prozent der Stromkosten – in Deutschland rund 100 TWh jährlich steckt, zeigte Michael Schroer , Abteilungsleiter im Werkzeugmaschinen-Ausrüstungsgeschäft der Siemens AG auf.  Eine Schlüsselrolle für die Optimierung kommt dabei der Simulation einer Maschine oder Anlage, dem „digitalen Zwilling“, zu: „In einer 17 Jahre alten Pressenstraße haben wir so die Ausbringung um 14% erhöht, ohne die Mechanik überhaupt anzufassen.“ so Michael Schroer.


Um zu wissen, wo man den Hebel ansetzen muss, benötigt man verlässliche Daten und Verbrauchswerte. Der Schlüssel für die Interpretation der Daten liegt in der Aufbereitung derselben, also dem Übergang von „Big Data“ zu „Smart Data“. Jost Bendel, Leiter des Business Segments Energy & Environmental der Siemens AG, verdeutlichte die praktische Bedeutung der Datenaufbereitung an einem plakativen Beispiel. Dass „Smart Data“ auch im Mittelstand funktioniert, belegte Ralf Fiebach von Curtiss-Wright Surface Technologies  und betonte die  Bedeutung, die  Mitarbeiter umfassend darüber zu informieren und einzubeziehen.


Manfred Schmidt, Energiemanagement-Koordinator für die Siemens Standorte Amberg und Cham, sowie Florian Schleinkofer, Spezialist für das Siemens Analyse-Tool Energy Analytics, stellten die Methoden vor, mit deren Hilfe das Gerätewerk Amberg so energieeffizient geworden ist .Ein wichtiger Baustein dafür ist das Erfassen der Verbrauchswerte für alle relevanten Medien an rund 400 realen und weiteren rund 300 virtuellen Messstellen im Werk.


Wie das alles in der Praxis aussieht, davon konnten sich die Teilnehmer bei der Werksführung persönlich überzeugen und mit den verantwortlichen Mitarbeitern Prozesse, Maßnahmen und Interpretation der Daten am „lebenden Objekt“, einer automatisierten Produktionslinie für die Siemens Steuerung S7-1200, diskutieren.


Im Anschluss folgten Erfahrungsberichte aus der Praxis von der Siemens AG, Krones AG, der Alois Müller GmbH und der BMW Group sowie Good Practice-Beispiele vom Lehrstuhl für Umweltgerechte Produktionstechnik der Universität Bayreuth.


Die rund 80 Teilnehmer waren begeistert. Deutlich wurde dies daran, dass der Moderator die zahlreichen und intensiven Diskussionen in den Pausen immer wieder einfangen musste, um im Zeitplan zu bleiben. „Eine rundherum gelungene Veranstaltung zu einem spannenden Thema, das ich gerne im Rahmen eines Clustertreffs bei der Alois Müller GmbH in Memmingen vertiefen möchte.“ so einer der Teilnehmer.

 


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