Cluster Mechatronik & Automation

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24.10.2007

Die Technologiewelle rollt – wie können wir uns vorbereiten?

Zu der vom Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik der Universität Nürnberg-Erlangen (FAPS) organisierten Veranstaltung trafen sich auf Einladung von Prof Dr. Klaus Feldmann knapp 60 Teilnehmer, um sich über neue Entwicklungen und Trends in Zukunftsbranchen ein Bild zu machen.

Fünf Referenten aus den Bereichen Energietechnik, Automobil, Leistungselektronik und Personaldienstleistung stellten ihre Standpunkte dar und überraschten die Zuhörer mit beeindruckenden Kennzahlen aus ihrem jeweiligen Geschäftsgebiet.

Nach seinem interessanten Vortrag nur kurz Verweilen konnte Dr. Ehmann von der Siemens AG. In seiner Funktion als Leiter der Trafowerke musste er der Technologiewelle Tribut zollen, die ihn zur Eröffnung eines weiteren Produktionsstandortes in China nach Asien spülte. Seine Kernaussagen jedoch fanden bei den Zuhörern Gehör. „Um heute die geforderten Eigenschaften des Produktes herzustellen, müssen modernste Technologien angewendet werden“. Die aktuelle Marktlage erzwinge es schon, weiter an leistungsstärkeren Transformatoren zu arbeiten und diese schnell in den Markt zu bringen, denn „Vertrieb, Technologie und Produktivität sichern Beschäftigung“. Der Standort Nürnberg dürfte seinen Aussagen zufolge für die kommenden Jahre gesichert sein, beträgt die Lieferzeit eines Hochleistungskondensators zur Zeit 3,5 Jahre.

Thema der Zukunft im Bereich Personal sind die Qualifikation und Verfügbarkeit von Arbeitskräften. Die IQ- Intelligentes Ingenieurmanagement GmbH als Dienstleistungsunternehmen bietet Entwicklungsarbeit und Personaldienstleistungen im Ingenieurbereich an. Dabei werden Ist- und Soll-Qualifikation der Ingenieure mit den Anforderungen an die zukünftigen Aufgabe verglichen und gezielt Weiterbildung betrieben, so Walter Zimmermann von IQ. Auch das Thema Mitarbeiterzufriedenheit werde häufig unterschätz. Bei IQ begegne man dem Thema mit Incentive- Programmen  und persönlichen Coachings. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch das Aufzeigen von Perspektiven, denn, so Zimmermann „70% der Arbeitnehmer verlassen Unternehmen aufgrund mangelnder Perspektive“.

Einen Ausblick über die zukünftigen Möglichkeiten der Leistungselektronik gab Thomas Harder. In seiner Doppelfunktion als Geschäftsstellenleiter des ECPE Netzwerkes und als Geschäftsführer des Bayerischen Clusters für Leistungselektronik schilderte er Beispiele aus der Region, die schon am Markt angekommen sind, u.a. einen Demonstrator von LCD-TV Netzteilen oder Konzeptionen im Bereich der Leistungselektronik für die Montagetechnik und Logistik. „Würden aktuell die Möglichkeiten der Leistungselektronik industriell voll genutzt werden, könnten 2 Kohlekraftwerken vom Netz genommen werden“, so das Fazit von Harder.

Beeindruckende Kennzahlen lieferte der Produktionsleiter der MAN-Nutzfahrzeuge AG, Nürnberg, Herr Kürzdörfer. So steigerte sein Unternehmen innerhalb der vergangenen fünf Jahre den Umsatz um 82%, den Absatz um 69%, den Umsatz / Mitarbeiter auf 112.000 Euro und den Operating Profit um unglaubliche 951%. Seine Erfolgsfaktoren für Innovationen sind dabei die Marktkenntnis, das Produkt (Entwicklungskompetenz), der Prozess und die Mitarbeiter. Langfristige strategische Planung und das Wissen um die Entwicklung des Marktes spiegeln sich beispielsweise darin nieder, dass aktuell an der Umsetzung des EURO-VI Standards der Automobilindustrie gearbeitet wird.

Ebenso wie die Firma MAN-Nutzfahrzeuge arbeitet auch die Leoni AG an den Produkten der Zukunft. Als Leiter der Entwicklung berichtet Dr. Frommberger von Entwicklungszeiten bis zu fünf Jahren, auch oder gerade weil dabei auf Forschungseinrichtungen zurückgegriffen werden kann. Die Ergebnisse von Forschungsverbundprojekten sind für Unternehmen die Basis, um daraus Produkte zu entwickeln. Dabei entstehen weitere Innovationsschritte aus dem Unternehmen heraus. So stellen für Dr. Frommberger „die Entwicklung von Innen, aus dem Unternehmen heraus durch die Anwendung von Methoden des KAIZEN und des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses wichtige Innovationstreiber dar.“ „ Durch das Nutzen von Synergien in interdisziplinären Teams werden Innovationen vorangetrieben“, so seine Erkenntnis. Wichtige Rolle dabei sind vor allem Kooperationen und R&D Joint Ventures mit wichtigen Kunden und Zulieferern.


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