Cluster Mechatronik & Automation

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04.12.2007

Intelligente alltagstaugliche Serviceroboter - Neuer Forschungsschwerpunkt an der Hochschule Ulm

Mit einem neuen Forschungsschwerpunkt startet die Hochschule Ulm ins neue Jahr. Das Land Baden-Württemberg richtet mit Mitteln der Landesstiftung Baden-Württemberg im Rahmen des Programms Zukunftsinitiative IV "Innovation und Exzellenz" ein Zentrum für Angewandte Forschung an Fachhochschulen (ZAFH) zum Themenbereich "Autonome Mobile Serviceroboter" ein. Für die kommenden drei Jahre stellt es hierfür insgesamt 1,44 Millionen Euro bereit. Der Antrag der Hochschule Ulm gehört damit zu den vier besten Anträgen, die in den Genuss dieser Förderung kommen. Insgesamt waren 22 Anträge begutachtet worden.

Zentren für Angewandte Forschung sind in Baden-Württemberg die Leuchttürme der Fachhochschulforschung. Stets handelt es sich um einen Forschungsverbund zwischen mehreren Hochschulen des Landes, der die Forschungskompetenzen und Forschungsaktivitäten zu einem Forschungsthema mit hohem Innovationspotential bündelt. Den Antrag auf Förderung eines ZAFH Servicerobotik, so die Kurzform, hatte der Ulmer Professor Dr. Christian Schlegel gestellt, der auch Koordinator des Forschungsverbundes ist. An dem Forschungsverbund sind außer dem Forscherteam der Hochschule Ulm Wissenschafter der Hochschule Ravensburg und Mannheim beteiligt. Außerdem gibt es eine Reihe von Kooperationspartnern aus Wissenschaft und Wirtschaft, die den Aufbau des ZAFH Servicerobotik  zum Teil durch Bereitstellung von Geräten und Software oder beratend unterstützen.

 

Ziel des ZAFH Servicerobotik ist es, die Entwicklung von autonomen mobilen Servicerobotern stark zu vereinfachen. Roboter am Fließband sind ein wichtiger Faktor industrieller Wirtschaftskraft. Autonome mobile Roboter, die sich in unstrukturierten Umgebungen bewegen, kommen dagegen noch kaum zum Einsatz, obwohl für die verschiedensten Dienste des täglichen Lebens der Bedarf vorhanden ist. Auch wenn die Hardware (Mechanik, Elektronik, Sensorik, Computerleistung etc.) inzwischen einen hohen technischen Leistungsstandard erreicht hat, ist die Leistungsfähigkeit mobiler Roboter noch weit von der des Menschen entfernt. Gründe hierfür sind neben der hohen Komplexität der benötigten Software Schwächen bei der Auswertung der vielen Sensorsignale sowie eine mangelhafte Adaptivität. Serviceroboter müssen nämlich in der Lage sein, ihre Aufgabe in einer veränderlichen Umgebung und ggf. in Interaktion mit Personen zu erfüllen. Der Forschungsverbund will daher unter Einsatz moderner Techniken der Künstlichen Intelligenz, der Bildverarbeitung und des Software- Engineering eine Methodik für den Bau intelligenter und alltagstauglicher Roboter entwickeln.

 

Während die  Hochschule Mannheim ihre Expertise im Bereich der Objekterkennung und Bildverarbeitung einbringt, forscht die Hochschule Ravensburg-Weingarten auf dem Gebiet der Lernverfahren sowie der Verifikation von Sicherheitseigenschaften. Das Ulmer Team um Professor Schlegel kümmert sich um die systematische Softwareentwicklung für Serviceroboter und hat einen weiteren Schwerpunkt im Bereich der Lokalisierung und Kartierung.

 

Info: www.hs-ulm.de/schlegel

 

Quelle: idw


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